Die Nachfrage nach Elektroautos wächst. 2022 wurden in Deutschland rund 471.000 E-Autos
zugelassen, gut 32 Prozent mehr als im Vorjahr. Aber Nutz- und Sonderfahrzeuge? Da tut sich
bislang wenig. Dabei muss der durchschnittliche CO2-Ausstoß schwerer Nutzfahrzeuge laut
EU-Kommission bis 2030 um 30 Prozent sinken. Elektro-Ingenieur Dr. Michael P. Schmitt appelliert an Unternehmen mit Fuhrpark, jetzt zu handeln. Denn jetzt können vorausschauende Betriebe ihre Investitionsmehrkosten in klimaschonende Antriebe mit 80 Prozent fördern lassen.
Schwere Nutz- und Sonderfahrzeuge mit Elektroantrieb – geht das?
Dr. Schmitt: Ja. Mir ist bewusst, dass viele Stimmen das Gegenteil behaupten. Aber kommen Sie zur Egility und lassen Sie sich von mir zeigen, wie das geht. Wer jetzt den Einstieg in die E-Mobilität von Nutzfahrzeugen verpasst, wird später mehr dafür bezahlen.
Sie spielen auf staatliche Förderprogramme an?
Dr. Schmitt: Genau. Die staatliche KsNIFörderung gilt für die Anschaffung von E-Nutz- und Sonderfahrzeugen plus der notwendigen betrieblichen Ladeinfrastruktur. Warum nicht etwas fördern lassen, was man später eh braucht. Oder über CO2-Zertifikate teuer ausgleichen muss.
Im August 2022 wurde der zweite KsNI Förderaufruf gestartet, wir rechnen mit dem dritten im Mitte 2023.
Wie häufig kommen Förderaufrufe und wieviel Zeit bleibt dann?
Dr. Schmitt: So etwa alle neun Monate, bis das KsNI-Förderbudget aufgebraucht ist oder das Programm Ende 2026 ausläuft. Nach Veröffentlichung des Aufrufs bleiben sechs Wochen, um den Antrag zu stellen. Wichtig: Mit der Antragstellung gehen Sie noch keinerlei Verpflichtungen ein.
Der Antrag ist jedoch die Voraussetzung, um gefördert zu werden und nach der Zusage zu starten.